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Analyse der Pulswelle


Der Blutdruck ist einer der wichtigsten Messwerte in der Medizin. 


Ist er längerfristig erhöht, kommt es zu Gefäß- und Organschäden, die dann zu lebensgefährlichen Komplikationen wie Herzinfarkt und Schlaganfall führen können.

Aber ist der Bluthochdruck der eigentliche Auslöser dieser Erkrankungen?

Medizinische Studien haben gezeigt, dass Bluthochdruckpatienten, deren Blutdruckwerte medikamentös gleich gut eingestellt waren, je nach Medikation ein unterschiedliches Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall aufwiesen.

Also kommt es offensichtlich doch nicht nur auf den Blutdruck an.

Weitere Forschungen haben dann gezeigt, dass das eigentliche Problem eine Verhärtung der Blutgefäße ist, die Bluthochdruck auslösen kann, aber durch einen bestehenden Bluthochdruck noch verstärkt wird.
Mit zunehmendem Alter lagern unsere Gefäßwände Fasern ein und verhärten dadurch allmählich. Durch bestimmte Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes sowie weitere Riskofaktoren wie Rauchen wird dieser Prozess massiv verstärkt.
Die Blutgefäße altern schneller; das "Gefäßalter" ist dem Alter des jeweiligen Menschen weit voraus.
Ein Teufelskreis, der irgendwann zum Gefäßverschluss oder Gefäßriss führt.

Wenn aber das eigentliche Problem in der Verhärtung der Gefäßwände liegt:
Wie kann ich dieses Risiko bestimmen als eine Art "Gefäßalterbestimmung"?


Unser Herz pumpt bei jedem Schlag eine bestimmte Menge Blut in die entlegenen Versorgungsgebiete des Kreislaufs. Dabei läuft dieses Blut wie eine Welle durch die Adern. Sind die Adern verhärtet, wird diese Welle in der Körperperipherie stärker reflektiert und trifft als "Rückwelle" zum Beispiel im Arm auf die nächste Pulswelle, die vom Herzen kommt. Diese beiden gegenläufigen Wellen addieren sich.
Je stärker die Reflexion ist, um so höher baut sich dabei ein "Wellenberg" auf.

Stellen Sie sich vor, Sie stehen an einem Meeresstrand und beobachten die Wellen, die den Strand hinauf auslaufen.
Ein Teil des Wassers fließt vom Strand in Richtung Meer zurück und trifft auf die nächste Welle, die vom Meer zum Strand fließt.
Ein Wellenberg entsteht am Treffpunkt der Wellen.

Dieses Phänomen ist die Grundlage der sogenannten "Pulswellenanalyse".

In unserer Praxis kann unblutig entweder bei einer Langzeit-Blutdruck-Messung oder als eigenständige Untersuchung über eine Analyse der Pulswelle die Gefäßverhärtung und damit das "Gefäßalter" bestimmt werden.
Darüber hinaus können weitere wichtige Parameter wie das Herzzeitvolumen und der Druck in der Hauptschlagader hinter dem Herzen berechnet werden.

Diese Untersuchung zeigt nicht nur ein erhöhtes Gefäßrisiko unabhängig von der Blutdruckeinstellung an, sondern gibt auch entscheidende Hinweise,  welche Medikation ggf. bei gleich guter Blutdruckwirkung besser geeignet ist, das Gefäßrisiko über den peripheren Gefäßwiderstand zusätzlich zu senken.

Leider ist die Pulswellenanalyse nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung als Regelleistung enthalten.
 
Sprechen Sie uns einfach auf die Pulswellenanalyse an.
Wir geben Ihnen gerne weitere Erläuterungen.


Ihr Team der
Hausarztpraxis Cremer&Cremer 



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