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Überweisung auch ohne Praxisgebühr


Seit dem 01.01.2013 gibt es keine Praxisgebühr mehr.


Viele Patientinnen und Patienten haben sich in der Vergangenheit eine Überweisung vom Hausarzt zum Facharzt nur deshalb ausstellen lassen, um beim Facharzt die erneute Zahlung einer Praxisgebühr zu vermeiden und meinen nun, eine Überweisung sei nicht mehr erforderlich, weil die Praxisgebühr entfallen ist.


Das ist aus zwei Gründen falsch:

  1. Die Überweisung gibt auch dem Facharzt wichtige Informationen und sichert, dass der Hausarzt einen Befundbericht erhält.
    Ohne diesen Befundbericht wird der Hausarzt im Falle einer akuten Erkrankung wichtige Vorbefunde nicht zur Verfügung haben.

    Darüber hinaus kann nur der Hausarzt als Lotse des Patienten in vielen Fällen sinnvolle und notwendige Untersuchungen bei verschiedenen Fachärzten gleichzeitig veranlassen und koordinieren, die sonst entweder gar nicht oder bestenfalls nacheinander (mit viel Zeitverlust für den Patienten) durchgeführt werden könnten.

  2. Die Rechtsgrundlage unserer vertragsärztlichen Tätigkeit, der sog. "Bundesmantelvertrag", schreibt vor, dass ein Vertragsarzt zu einer Kollegin oder einem Kollegen überweisen muss, wenn er nötige diagnostische oder therapeutische Leistungen nicht selbst erbringen kann.

    Ausgenommen sind nur ärztliche Leistungen, die im Rahmen des Programms zur Früherkennung von Brustkrebs durch Mammographie-Screening erbracht werden.

Das Überweisungsverfahren zwischen Haus- und Facharzt ist also im Interesse Ihrer Gesundheit weiterhin sinnvoll und notwendig!

 


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